Famulaturen 2008

Smolensker Medizinstudenten lernten an drei Hagener Krankenhäusern

 

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Die Gruppe vor den „schiefen
Häusern“ an der Stromstraße
in Düsseldorf

Für 14 Tage, genau vom 25. Februar bis zum 07. März, tauschten Studenten der Staatlichen Medizinischen Akademie Smolensk Krankenstationen und Operationssäle
in drei Hagener Krankenhäusern gegen die Hörsäle und Klinikeinrichtungen ihrer Heimatstadt Smolensk. Der Verein für die Förderung der Städtepartnerschaft Hagen-Smolensk e.V. hatte in enger Zusammenarbeit mit Chefarzt Dr. A.S. Hengstmann vom St. Josef-Hospital in Altenhagen Famulaturen für die Smolensker Studenten vorbereitet, die in zahlreichen Krankenhaus-Disziplinen ab Montag, 25.Februar 2008, in den drei katholischen Krankenhäusern St. Marien-Hospital, St. Josefs-Hospital und im St. Johannes-Hospital mit großem Erfolg für alle Teilnehmer stattgefunden haben.
 
Die Famulaturen in den Krankenhäusern wurden ergänzt durch ein interessantes Freizeit-Programm, das der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Hagen-Smolensk e.V. im Zusammenwirken mit den privaten Gastgebern der Smolensker Gäste vorbereitet hatte und das u. a. Fahrten zur Burg Altena, zur Fachwerkstadt Freudenberg bei Siegen, zu Schloss Nordkirchen bei Selm, einen Bummel durch die Düsseldorfer Altstadt und
den Blick vom Rheinturm am Landtag über die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt sowie eine interessante Exkursion in die Sperrmauer der Möhnetalsperre umfasste.
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Der Chefarzt der Lungenklinik
Hemer, Dr. med. Linder (links)
im Gespräch mit Professor
Sabelin und Vera Saitzeva

Die Smolensker Studenten, die bisher nur über geringe Kenntnisse über Deutschland verfügten und für die der Kölner Dom und das Brandenburger Tor in Berlin als Synonyme quasi für ganz Deutschland galten, waren überrascht von den Schönheiten der Hagener Umgebung und Nordrhein-Westfalens sowie von den zahlreichen mittelalterlichen Baudenkmalen, die sie hier zu sehen bekamen.
Die Studenten wurden von zwei Professorinnen sowie dem Prorektor der Staatlichen Medizinischen Akademie Smolensk, Professor Dr. med. Alexander Sabelin, als Mentoren begleitet. Stark beeindruckt hat die Smolensker Gäste auch ein Besuch der Spezial-Lungenklinik in Hemer. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Linder wurden Sie hier Zeuge einer Thorax(Lungen)- Operation. Außerdem konnten sie sich über neue Methoden der Bronchoskopie informieren. 
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Chefarzt Dr. med. A. S. Hengstmann (nachdenklich)

Einer der Studenten, ein Gefäßchirurg aus Smolensk, hat inzwischen darum gebeten, kurzfristig zu einer nochmaligen Famulatur nach Hagen kommen zu können.
Unser Verein bemüht sich, diesen speziellen Wunsch des Smolenskers zu erfüllen.
Das gesamte medizinische Programm der Smolensker Gäste war akribisch von Chefarzt Dr. med. A. S. Hengstmann vom St.-Josefs-Hospital in Altenhagen (Unfallchirurgie und Orthopädie) vorbereitet und durchgeführt worden.
Dr. Hengstmann öffnete auch die Türen zur Spezial-Lungenklinik in Hemer und sorgte dafür, dass ein junger Smolensker Zahnmediziner in einer Zahnarztpraxis in Hagen arbeiten konnte.
 
Bei einem Empfang im Hagener Rathaus, den Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer,
auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Hagener Städtepartnerschaftsvereins gab und der angesichts der Famulaturen von einer neuen Facette in den partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Hagen und Smolensk sprach, bezeichnete Vorsitzender Adolf Hoch Chefarzt Dr. Hengstmann als „unseren besten Mann“. 
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Hans-Dieter Fischer (stehend)
beim Empfang der Smolensker Gäste im Rathaus
Der Abschiedsabend mit den Smolensker Gästen am 7. März in der Begegnungsstätte der Arbeiter-Wohlfahrt in Altenhagen, bei dem Hausherr Horst-Dieter Schulte die gastronomische Regie führte, machte letztlich offenkundig, dass der Besuch der Smolensker Studenten in unserer Stadt neue Freundschaften, insbesondere zwischen Gastgebern und Gästen, sozusagen als „Nebenprodukt“, aber ein sehr bedeutsames, zur Folge hatte.

(Adolf Hoch)

                                              

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