Kinderschutzbund
Der Hagener Kinderschutzbund
Grundgedanken des Austausches zwischen den Kinderheimen
Der Hagener Kinderschutzbund möchte gemeinsam mit dem Verein zur
Förderung der Städtepartnerschaft Hagen-Smolensk e.V. einen Austausch
zwischen Hagener und Smolensker Kinderheimen organisieren. Dieser Austausch
soll sowohl auf der pädagogischen Ebene zwischen den Kindern beider
Nationalitäten stattfinden als auch auf der fachlichen Ebene zwischen den
ErzieherInnen, HeimleiterInnen und der Verwaltung.
Der Hintergrund des Austausches
Während eines Besuches in unserer Partnerstadt Smolensk im Mai 2003 haben
Vertreter von Smolensker Kinderheimen ein großes Interesse an einem
fachlichen Austausch und einer Kooperation mit den fünf Hagener
Kinderheimen geäußert. Sie möchten auf Dauer die soziale
Situation für Kinder und Jugendliche in den Smolensker Kinderheimen
verbessern und sich Anregungen dafür in Hagen holen. Von einem Besuch
erhoffen sie sich darüber hinaus, dass ein kultureller Austausch
stattfindet, der den Beginn einer Partnerschaft einleitet. Da auch die Hagener
Kinderheime an einem solchen Austausch interessiert sind, wird der
Kinderschutzbund einige solcher Begegnungen organisieren. Damit verbunden wird
die Absicht, dass die beteiligten Kinderheime beider Länder nach der
Kennenlernphase selbst kooperative Begegnungen durchführen.
Die erste Begegnung zwischen den PädagogInnen im Januar 2004 in
Hagen
Der erste Austausch fand vom 18. bis 23. Januar 2004 statt. In Absprache mit
den 5 Hagener Kinderheimen wurden 5 Smolensker Kinderheime eingeladen. Diese
entsendeten jeweils drei PädagogInnen. Konkret handelte es sich um die
Heimleitung und 2 weitere PädagogInnen. Sie wurden als Gäste in den
Kinderheimen aufgenommen, um das tägliche Leben dort kennen zu lernen und
dadurch Anregungen für Veränderungsprozesse aufzunehmen.
Außerdem nahm der Verwaltungsleiter der Stadt Smolensk teil, der für
die Kinderheime zuständig ist. Ferner wurden 2 Personen eines Smolensker
Kinderrechtsvereins sowie ein Dolmetscher eingeladen. Für die Smolensker
Gäste wurde eine Rundreise durch alle 5 Hagener Kinderheime organisiert.
Es wurden zusätzlich Fachvorträge und Diskussionsforen
angeboten.
Die zweite Begegnung zwischen den PädagogInnen in
Smolensk (Okt. 2004 oder Mai 2005)
Es ist geplant, dass die Hagener VertreterInnen der Kinderheime einen
Gegenbesuch vornehmen, um die Situation kennen zu lernen. Neben einer Rundreise
durch verschiedene Heime soll eine Fachtagung über unterschiedliche
pädagogische Konzeptionen und Bedingungen der Heimerziehung stattfinden.
Auch das Thema Spenden, Sponsoring und Möglichkeiten der Selbsthilfe im
Bereich der finanziellen Mittelerschließung und der Gewinnung von
ehrenamtlichen Helfer/innen soll bearbeitet werden.
Begegnung zwischen den Kindern (evtl. Sommer 2005)
Wenn möglich, soll es im Sommer 2005 zu einer Begegnung zwischen den
Kindern kommen, die in Kinderheimen leben. Hier sollen zunächst die
Smolensker Kinder nach Hagen eingeladen werden. Dieser Austausch soll aufgrund
der vorhandenen Sprachprobleme hauptsächlich mit kulturellen und
sportlichen Programmpunkten gefüllt werden. Beides sind Elemente, die auch
mit wenig Sprache funktionieren. Da viele russische ErzieherInnen Deutsch
sprechen, wäre eine Übersetzung und Sprachverständigung in
gewissem Umfang möglich.
Weitere Begegnungen
Unsere Hoffnung ist, dass sich die ersten Kontakte zu einer selbständig
organisierten Kooperation zwischen den Hagener und Smolensker Kinderheimen
entwickeln, bei der der Kinderschutzbund nicht mehr als Organisator und Mittler
auftreten muss.
Unser Ziel
Gegenseitige Anregungen und Besuche
führen zwangsläufig zu einem freundschaftlichen Dialog, der ganz im
Sinne der Pflege einer Städtepartnerschaft und eines sozialen, kulturellen
und sportlichen Austausches ist und letztlich das Weltbild der beteiligten
Personen positiv prägt.
Die Finanzierung
Aufgrund der finanziell extrem
schwierigen Situation der russischen Kinderheime ist es notwendig, dass die
Reisekosten für die Smolensker PädagogInnen und Kinder von der
Hagener Seite aus getragen werden. Hierfür müssen vom Hagen-Smolensk
Verein sowie vom Kinderschutzbund Spendengelder eingeworben werden. Durch die
Unterbringung der PädagogInnen und Kinder in den Hagener Kinderheimen
entstehen erfreulicherweise keine Kosten für Übernachtungen und
Verpflegung.
Es wird zurzeit geprüft, wie die Reisekosten für die Hagener
PädagogInnen aufgebracht werden. Da auch die Hagener Kinderheime
finanzielle Schwierigkeiten haben, müssen hierfür auch (zumindest
teilweise) Spender/innen gefunden werden.
Für die Smolensker Kinderheime soll außerdem ein
Selbstfinanzierungsprojekt entwickelt werden, zu dem der Hagener
Kinderschutzbund Anregungen geben wird. Ob dieses in Smolensk tatsächlich
greift, lässt sich momentan noch nicht abschätzen.
Christa Burghardt
Foto:H.Höfner
Spendeneinzahlungen
Spenden für die Begegnungen können unter dem Stichwort:
„Austausch Smolensker Kinderheime“ wie folgt eingezahlt
werden:
Kinderschutzbund:
Sparkasse Hagen Konto-Nr. 107 017 172 BLZ
450.500.01
Hagen-Smolensk Verein: Sparkasse Hagen Konto-Nr. 100 111 629 BLZ
450.500.01